Erziehung und Bildung

Unsere pädagogische Arbeit
KasperWir verstehen unsere Aufgabe darin, die Interessen und Bedürfnisse der Kinder durch Beobachtungen und Gespräche mit Eltern und Kindern zu erkennen und diesen durch geplante Angebote und Förderungen entgegen zu kommen.
Das Spiel vermittelt uns durch struk-turierte Beobachtung einen Einblick in den Entwicklungsstand des Kindes. Gezielte Beobachtungen dienen uns als Grundlage für differenzierte und individuelle Angebote, aber auch als Grundlage für Gespräche mit den Eltern.  Die Erziehung im Kindergarten soll die Erziehung in der Familie ergänzen. Bei uns haben die Kinder die Möglichkeit ihre körperlichen, seelischen, sprachlichen, sozialen und interkulturellen Fähigkeiten zu entwickeln. Unser Ziel ist es, darauf zu achten, den Kindern Freiraum zu geben, um ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. So können sie ihre Fähigkeiten und Neigungen selbst erfahren, bestimmen und erweitern. Das ganzheitliche Lernen ist ein Bestandteil der Gesamterziehung im Kindergarten. Durch differenzierte Angebote erweitern wir den Erfahrungshorizont und die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder.
Den Wechsel der Jahreszeiten und das Kirchenjahr mit seinen Festen erleben die Kinder mit allen Sinnen.
Neben dem Spiel in altersgemischten Gruppen bieten wir gezielte Angebote für altershomogene Gruppen an. Die aufeinander aufbauenden Angebote fördern die Ent-wicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder.

Der gegenseitige Austausch von Informationen im Team ist für die pädagogische Arbeit mit den Kindern ein wichtiger Bestandteil. Durch die regelmäßige persönliche Auseinandersetzung mit unseren Inhalten und Zielen können wir unsere Arbeit stets kontrollieren und durch konstruktive Kritik zum Wohle des Kindes und der Kinder-Oase verändern. Unsere pädagogische Arbeit wird regelmäßig in den Dienstbesprechungen und an Teamtagen überprüft und gegebenenfalls überarbeitet. 

Eingewöhnungszeit
StiefelKinder, die bereits vor dem dritten Lebensjahr in unsere Kinder-Oase aufgenommen werden, bedürfen  erhöhte Aufmerksamkeit.
So ist die Betreuung der jüngsten Kinder vorrangig auf eine intensive Bindung zur  Bezugserzieherin  ausgerichtet. Auf einfühlsame Weise bauen wir ein besonders enges Vertrauensverhältnis zu den Kleinen unserer Einrichtung auf.
Nach behutsamer Eingewöhnungszeit stehen liebevolle Zuwendung und Betreuung sowie individuelle, ganzheitliche Förderung im Vordergrund.
Damit der Start in den Kindergartenalltag gelingt, nehmen wir uns für die Eingewöhnungszeit besonders viel Zeit. Wir richten uns in dieser Zeit ganz nach den individuellen Bedürfnissen von Kind und Eltern!
Die Erzieherin hat in dieser Zeit Gelegenheit sich mit den Eltern über die Entwicklung, Schlaf- und Essgewohnheiten des Kindes auszutauschen. Diese werden berücksichtigt, damit sich das Kind bei uns schnell wohl und sicher fühlt. Das Kind kann sich während dessen schrittweise zunächst an die neue Bezugsperson, seine Gruppe, Räumlichkeiten und die neuen Abläufe gewöhnen.
Meist trennen sich die Kinder, gleich welchen Alters, schon nach wenigen Tagen ganz leicht von ihren Eltern. Je nach Entwicklungsphase brauchen manche Kinder mehr Zeit und es darf auch mal ein paar Wochen dauern, bis der Abschied von Mutter oder Vater für beide Seiten positiv verläuft. 

Partizipation
Partizipation verlangt eine gleichwertige Kommunikation. Unser Ziel ist es, darauf zu achten, den Kindern Freiraum zu geben, um ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.  Im Dialog mit dem Kind versuchen wir mit Hilfe von kindgerechten Methoden wie z.B. dem Erzählstein, Abstimmungssteinen und Fotos die Kinder an Entscheidungen, die ihren Lebensraum betreffen, zu beteiligen. So können sie ihre Fähigkeiten und Neigungen selbst erfahren, bestimmen und erweitern. 

Ernährung und Gesundheit

ApfelEine gesunde Ernährung, viel Bewegung und die Fähigkeit, mit Stress, zum Beispiel in Konfliktsituationen, umzugehen, sind wesentliche Bausteine einer gesunden Entwicklung.
Wir legen als „Power-KiTa“ viel Wert auf eine gesunde Ernährung. Aus diesem Grund bekommt in einem rotierenden System jede Woche eine andere Familie einen Obst-/Gemüsekorb mit nach Hause. Diesen bringen Sie, nach Ihren Vorstellungen gefüllt, am nächsten Tag wieder mit in den Kindergarten. Beim Einkauf sollten die Kinder mit einbezogen werden.
Die Kinder werden bei der Zubereitung der Mahlzeiten mit einbezogen. Das macht den meisten nicht nur Spaß, es weckt auch ihr Interesse am Essen und fördert die Selbständigkeit.
In der Mittagszeit erhalten die meisten Kinder eine warme Mahlzeit. Diese Zeit hat feste Rituale, die den Kindern Sicherheit und Struktur geben. So gehört z.B. das Hände waschen, ein gemeinsames Gebet, den Tisch decken und abräumen und das Zähne putzen zu den festen Ritualen.
Kinder brauchen jeden Tag Gelegenheit, sich ausgiebig zu bewegen. Vor allem Kleinkinder lassen sich dabei gern von der Bewegungsfreude anderer anstecken.
Ein Kind lernt in den ersten Lebensjahren sich selbst, seinen Körper und seine Möglichkeiten der Bewegung intensiv kennen. Je mehr es sich bewegen kann, umso besser: Es gewinnt dadurch Selbstvertrauen und Sicherheit.
Wir geben den Kindern deshalb möglichst viel Raum und Zeit, sich ausgiebig zu bewegen. Wir ermutigen und loben sie, um die Bewegungsfreude zu stärken und zu fördern. Dies gilt gleichermaßen für Kinder mit und ohne Behinderung.
Ihre motorischen Fähigkeiten können die Kinder auch in unserer Turnhalle erweitern. Zum einen bieten wir in festen Gruppen angeleitete Turnstunden an, zum anderen, stellen wir den Kindern zu bestimmten Zeiten/ nach Möglichkeit die Turnhalle frei zur Verfügung.
Hin und wieder erkunden wir die Umgebung durch kleine Spaziergänge. 

Körperhygiene

ZahnbürsteJedes Kind hat sein eigenes Tempo, um trocken zu werden. Neben den körper-lichen Voraussetzungen muss ein Kind auch entscheidende geistige Entwick-lungen durchlaufen, um seine Blase regulieren zu können. In Absprache mit den Eltern wird das Kind behutsam und in seinem Tempo mit  den verschiedenen Handlungsschritten vertraut gemacht, bis es selbständig den Toilettengang erledigen kann.
Die Kinder lerne, warum sie sich vor den Mahlzeiten die Hände waschen und nach den Mahlzeiten die Zähne putzen sollen. Diese Handlungsschritte werden mit den Kindern regelmäßig, auch durch Unterstützung des örtlichen Gesundheitsamtes, immer wieder eingeübt. 

Umwelterziehung

MatschWir wollen den Kindern im Umgang mit Pflanzen, den Tieren, der Nahrung und den sonstigen Materialien, die uns zur Verfügung stehen ein gutes Vorbild sein.
In unserer Kinder-Oase achten wir auf ein umweltbewusstes Verhalten. In den Gruppen lernen die Kinder den Müll zu trennen.
Durch die gemeinsame Arbeit in unserem Hochbeet leren die Kinder den Kreislauf der Natur kennen. Wir säen, wir pflegen und wir ernten unser Gemüse. 

Leben und Arbeiten
Unsere Einrichtung wird von Kindern und Eltern gerne besucht! Ein offenes Miteinander kennzeichnet unsere Gemeinschaft.

Die Kinder knüpfen bei uns vielfältige soziale Kontakte, erfahren ihre eigene Rolle innerhalb der Gruppe und lernen, andere zu akzeptieren. Im gemeinschaftlichen Spiel finden Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und ver-schiedener Muttersprache zueinander.
Kindergarten ist ein Bildungsbereich, in dem die Kinder lernen, sich von ihren Eltern zu lösen und eigenständig zu handeln. Sie stellen sich auf neue Bezugspersonen und einen neuen Lebensrhythmus ein, lernen neue Lebensräume kennen und sich auf viele andere Kinder einzulassen.
Gerade in den ersten Lebensjahren entwickeln sich die Kinder ganz enorm.
Durch Beobachtung und altersgemäß ausgerichtete, pädagogische Angebote möchten wir das besondere Potential in den Kindern wecken und liebevoll fördern.
Die intensive Nähe zur Bezugsperson, Raum und Zeit für das Beobachten, Nachahmen und selbstbestimmtes Forschen unterstützen den Entwicklungsprozess und regen Phantasie und Kreativität der Kinder an. Das spielerische Miteinander mit den Gleichaltrigen fördert zudem erste Sozialkontakte und Selbstbewusstsein.
Wir verstehen uns als Entwicklungsbe-gleiter. Transparenz unserer Arbeit und der ständige Dialog mit den Eltern sorgen gerade bei den ganz Kleinen für einen entspannten Kindergar-tenalltag und einen gelungenen Entwicklungsabschnitt. 

Tagesablauf

Damit sich die U3 Kind wie zuhause fühlen können,  orientiert sich der Tagesablauf nach Möglichkeit an den Gewohnheiten der Kinder.
Essens- und Schlafgewohnheiten werden in fortlaufender Absprache mit den Eltern berücksichtigt.
HausschuheDie Kinder kommen von 7.30 Uhr bis 9.00 Uhr in die Einrichtung und werden bis 8.00 Uhr in einer Gruppe von den Mitarbeiterin empfangen. Ab ca. 8.00 Uhr wechseln die Kinder in ihre jeweilige Gruppe.
Während des gesamten vormittags können die Kinder zwischen verschiedenen Angeboten, die zum Teil auch gruppenübergreifend sind, wählen. Einmal in der Woche nutzt jede Gruppe die Turnhalle für gezielte Bewe-gungsangebote. An drei bis vier Vormittagen in der Woche bietet eine Fachkraft für bestimmte Kinder ein spezielles Angebot zur Sprachförderung an. In altersspezifischen Gruppen treffen sich die Kinder, um intensiv an situationsorientierten Themen zu arbeiten und ihre Umwelt zu entdecken. Hier finden im Laufe des Jahres die unterschiedlichsten Projekte wie z.B. Feuerwehr, Sicherheit im Straßenverkehr, Rund ums Wasser, Zahnpflege, Tierleben, Ritter oder Indianer statt.
Bis ca. 11.00 Uhr können die Kinder frühstücken. Selbstständig decken sie sich den Platz und bedienen sich an den verschiedenen Getränken (Tee und Mineralwasser). Gelegentlich haben wir ein gemeinsames Frühstück in den Gruppen. Die Kinder lernen eine gemein-schaftliche Esskultur zu pflegen.
Dieser Tag wird regelmäßig für Spaziergänge in die nähere Umgebung genutzt. Oft wird auch der Geburtstag eines Kindes im Rahmen eines Geburtstagsfrühstücks in der Gruppe gefeiert.
FrühstückIn der Zeit von 12.30  – 14.00 Uhr essen die Kinder zu Mittag und können dann nach Bedarf spielen, sich zurückziehen oder einen Mittagsschlaf halten.
Der Nachmittag wird für verschiedene Angebote genutzt, wie z.B.: Sport, Musik, Fortbildung, Elternveranstal-tungen, Spielgruppen, und Sonstiges. 

religiöses Selbstverständnis

Das christliche Menschenbild liegt unserer Arbeit zugrunde. In unserer katholischen Kinder-Oase erfahren die Kinder Geborgenheit und Liebe.

Die religiöse Erziehung gehört zu unserer elementaren pädagogischen Arbeit.
Unser Träger, der Kita Zweckverband im Bistum Essen, hat ein Leitbild erarbeitet, in dem die Grundsätze an denen sich unsere Arbeit orientiert, nachgelesen werden können.
In der Broschüre – „Für ihr Kind – die katholische Tageseinrichtung“ – können ebenso die Grundsätze, an die sich unsere Arbeit orientiert, nachgelesen werden. 

integrative Arbeit

Inklusion Lesezeichenversteht sich als ganz-heitliches Konzept. Sie trennt nicht zwischen Kindern mit oder ohne Behinderung.
Innerhalb der Regelgruppe können Kinder mit sonder pädagogischem Förderbedarf eine gestützte Einzelintegration erfahren.
Im Gruppengeschehen bietet die zuständige Sonderpädagogin innerhalb des Wochenablaufes entwicklungsspe-zifische Fördersequenzen in Kleingruppen an. In einem Entwicklungsplan werden Förderziele festgelegt, die in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls ergänzt werden.
Wir sehen unsere Aufgabe darin ein Klima der Akzeptanz zu erzeugen, so das Hilfestellungen als selbstverständlich gesehen werden und kein Kind ausgeschlossen wird. Mit Einschränkungen leben zu lernen sowie akzeptiert zu werden und andererseits alle Ressourcen zu nutzen, ist ein Ziel unserer integrativen Arbeit.
Verschiedene Therapeuten (der Ergotherapie, der Logopädie, der Heilpädagogik, der Physiotherapie und der Frühförderung) suchen gegebenenfalls unsere Einrichtung auf, um die Kinder mit Förderbedarf speziell zu unterstützen. 

Sprachförderung

FinkiDie Sprachförderung für die Kinder findet innerhalb des Gruppengeschehens im gesamten Tagesablauf statt. In Kleinst-gruppen wird eine gezielt auf die Bedürfnisse und die Fähigkeiten ausgerichtete Unterstützung angeboten.
Bewährt haben sich täglich wieder-kehrende Rituale wie ein gemeinsames Begrüßungs- und Verabschiedungslied. Im Wechsel folgen anschließend ein „der-die-das-Spiel“, bei dem die richtigen Artikel Gegenständen aus dem Lebenskreis eines Kindes zugeordnet werden und ein „Präpositionsspiel“.
Eingebettet in den kirchlichen und jahreszeitlichen Ablauf des Kindergartenjahres und orientiert an den Themen der Lebenswelt eines 4 bis 6jährigen Kindes gestaltet sich das Förderprogramm.
In spielerischer Form werden der Spracherwerb, das Sprachverständnis, die Sprechfähigkeit und der Wortschatz mithilfe unterschiedlichster Methoden, Medien und Materialien gefördert und unterstützt. Neben der Vermittlung einer demokratischen Ge-sprächskultur (Sprechen und Zuhören), in ganzen Sätzen sprechen, der Einsicht in den lautlichen Aufbau der deutschen Sprache u.a. werden zur Erfüllung dieser Aufgaben unter-schiedlichste Bereiche genutzt wie z.B.: Gespräche, Sprach-, Musik- und Rhythmusspiele, Sprechzeichnen, Märchenspiele, Reime und Experimente.

Neben der Planung, Durchführung, Koordination und Leitung gezielter Angebote liegt ein weiterer Schwerpunkt im systematischen Erkennen und Begleiten von Sprachentwicklungsprozessen. 

Teamarbeit

Zurzeit arbeiten in unserer Kinder-Oase sechzehn pädagogische Mitarbeiterinnen. Das Team wird unterstützt   durch Praktikanten, eine Reinigungs- und eine Hauswirtschaftskraft.

Unser pädagogisches Ziel ist, Kinder mit und ohne Behinderungen, deutsch-sprachige und nicht deutschsprachige besser fördern und integrieren zu können. Hierbei ist ein regelmäßiger Austausch von Informationen, die gemeinsame Vorbereitung einzelner Tätigkeiten sowie ein gruppen-übergreifendes Arbeiten notwendig. Diese Kommunikation findet sowohl auf Gruppenebene als auch mit dem gesamten Team statt.
Jedes Teammitglied kann seine Fähigkeiten einsetzen und wird ermuntert, sein Wissen und seine Kompetenzen zu erweitern und Verantwortung für bestimmte Bereiche zu übernehmen. Unsere Art und Weise miteinander umzugehen ist stets Vorbild für die Kinder. Wir können authentische Partizipationsmodelle sein. So verankern wir den Partizipationsgedanken strukturell in unserer Arbeit und erreichen durch diese Form der Teamarbeit Effektivität. Zudem erhöht sich bei jeder einzelnen Mitarbeiterin die Zufriedenheit. Somit macht die Arbeit Freude und die Motivation, Neues auszuprobieren ist hoch.
Verschiedene Fachzeitschriften und die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen bringen uns auf den neuesten Stand und dienen zur Weiterentwicklung der Arbeit in unserer Kinder-Oase.