Unsere Kita

1 Struktur der Einrichtung
1.1 Vorwort

„Der Weg ist das Ziel“
das haben wir im Prozess der fachlichen Auseinandersetzung zur Erarbeitung unserer Konzeption positiv erfahren.
Wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht, um für unsere Einrichtung ein eigenes und unverwechselbares Profil zu erstellen. Wir haben uns intensiv mit unserer pädagogischen, religiösen und integrativen Arbeit, dem Wohn- und Arbeitsumfeld unserer Einrichtung, unserem Bildungsauftrag, den gesetzlichen Vorschriften und den vorhandenen Rahmenbedingungen auseinandergesetzt.
Es wurden von uns Leitbilder erarbeitet, ein religiöses Profil entwickelt, sowie unsere integrative und pädagogische Arbeit schriftlich fixiert, so dass wir unsere Arbeit nach eindeutig formulierten und abgestimmten Zielen ausrichten können. Die vorliegende Konzeption verleiht unserer Arbeit inhaltliche Tiefe und dient in unseren regelmäßigen Besprechungen als Reflektionsgrundlage. Sie macht unsere Arbeit transparent und der Öffentlichkeit zugänglich. In regelmäßigen Abständen wird die Konzeption auf ihren Inhalt und ihre Aktualität überprüft und überarbeitet.

1.2 Historie
Bereits im Jahr 1891 stellte die katholische Kirchengemeinde Herz-Jesu in Bochum-Hamme einen Teil ihres Grundstücks zum Bau eines Josephshauses zur Verfügung. Dort wurde von drei barmherzigen Schwestern unter anderem eine „Kleinkindverwahrschule“ eingerichtet.
Im Februar 1976 wurde ein neues Gebäude errichtet und eingeweiht, das seitdem die Heimat des Kindergartens ist. Der Kindergarten wurde bis 1986 von Schwestern der Ordensgemeinschaft „Barmherzige Schwestern vom hl. Vincenz von Paul“ geleitet.
Seit August 2002 haben wir uns darauf spezialisiert auch Kinder mit Behinderungen in unserer Kinder-Oase zu betreuen und zu fördern. Dafür steht uns eine zusätzliche Fachkraft zur Seite, die sich intensiv mit der Integration der von Behinderung bedrohten Kindern, beschäftigt.
Im Januar 2008 wurde unsere Kinder-Oase von der Kirchengemeinde Herz-Jesu Bochum Hamme an den KiTa Zweckverband – Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen – übergeleitet.
Seit September 2009 sind wir ein anerkanntes Familienzentrum und versuchen unser niederschwelliges Angebot für die Familien im Stadtteil weiter auszubauen.
Ab August 2012 wird unser Angebot durch die Betreuung von Kindern ab zwei Jahren erweitert.
Seit Oktober 2014 stehen 24 U3 Betreuungsplätze in unserer neuen „kleinen“ Oase zur Verfügung.

1.3 Umfeld der Einrichtung
Der Stadtteil Hamme zeichnet sich durch eine multikulturelle Gesellschaft aus und wir sind mittendrin! Unser katholischer Kindergarten wirkt wie eine Oase und ist ein Ort der Gemeinschaft. In unserem Familienzentrum ist jeder mit seinen Besonderheiten willkommen.
Unsere Kinder-Oase befindet sich in ruhiger Lage auf dem Kirchengelände der katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu. Mitten im Zentrum von Bochum – Hamme sind wir gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Stadtteil ist ein reines Wohngebiet mit vielen Mehrfamilienhäusern und wenigen Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder.
Deshalb betrachten wir unsere Einrichtung als eine Oase, die Kindern und Eltern zum Auftanken und als Treffpunkt in der „Häuserwüste“ dient.

1.4 Unsere Einrichtung
Unsere großen, liebevoll gestalteten Räume, das Außengelände und das vielfältige Materialangebot schaffen Entwicklungsräume, in denen Kinder sich entfalten können.
Wir bieten den Kindern eine kindgerechte Umgebung, in der sie akzeptiert und wahrgenommen werden und sich wohlfühlen. Die ebenerdige Bauweise ermöglicht auch Kindern mit Behinderungen, sich in unserer Kinder-Oase zurechtzufinden und das Raumangebot voll auszunutzen.
Die Räumlichkeiten der „kleinen Oase“ sind auf die Bedürfnisse der Kinder unter drei Jahren ausgerichtet. Spiel- und Sinnesbereiche, Kletterebenen und ausreichende Schlaf- und Rückzugsräume stehen der Gruppe zu Verfügung.
Unsere Einrichtungen sind ebenerdige Gebäude. Jeder Gruppe stehen ein Gruppenraum mit verschiedenen Spielangeboten, einem Nebenraum zur individuellen Nutzung und einem Waschraum sowie der Garderobenbereich zur Verfügung.
Die großen Gruppenräume bieten viele Möglichkeiten. Die flexible Gestaltung der Gruppeneinheiten sowie das Materialangebot unterstützen unsere Arbeit. Wir gestalten die Gruppenräume nach den individuellen Bedürfnissen unserer Kinder. Hierbei helfen uns die leicht verstellbaren Schränke und die variablen Teppiche, die individuell eingesetzt werden.
An den für die Kinder zugänglichen Computern können sie den Umgang mit diesem unter kontrollierbaren Bedingungen erproben. Auch die Nebenräume spielen eine wichtige Rolle, da sie Kindern, die das Bedürfnis nach Ruhe haben, als Rückzugsmöglichkeiten dienen. Ebenfalls werden sie aber auch genutzt, um dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen zu kommen. Durch die geschickte Materialanordnung im Gruppenraum eröffnen wir den Kindern Chancen, ihre Tätigkeiten selbst zu bestimmen. Wir planen unser pädagogisches Handeln entsprechend den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder in unseren altersgemischten Gruppen.
Im Außengelände befinden sich mehrere Spielbereiche, um die Kinder ganzheitlich fördern zu können:
• Die freien Spielzonen bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten der Naturerfahrungen, zu Rollenspielen und Bauen mit Naturmaterial, Seilen, Stangen und Tüchern.
• Eine Terrasse dient als Treffpunkt und Ruhezone.
• Im Hochbeet können die Kinder selbst säen, pflanzen, pflegen und ernten (große Oase).
• Im Gerätehaus befinden sich Spiel- und Beschäftigungsmaterialien, die das Spiel der Kinder unterstützen und fördern: Fahrzeuge, Seilchen, Stelzen, Pferdeleinen, Sandspielzeug, Kreisel und Tonnen, Schwungtuch, Bälle usw.
• Eine Schaukel und eine Nestschaukel bieten den Kindern vestiblure Herausforderungen (große Oase).
• Ein Spiel- und Kletterbereich, ein Hügel mit einem Tunnel und ein großer Sandspielbereich mit Wasseranlage, bietet den Kindern motorisches Entwicklungspotential (große Oase).
• Die Taststrasse spricht die Sinne an (große Oase).
• Eine kleine Wiesenfläche dient zur unterschiedlichen Nutzung.

1.5 Betreuungsangebot
In unserer Kinder-Oase werden zurzeit 94 Kinder, in fünf Gruppen betreut. Davon stehen bis zu vier Plätze für Kinder mit Sonderförderbedarf und 24 Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Da unsere Einrichtung in einem Wohngebiet liegt, in dem Menschen aus unterschiedlichen Kulturen leben, sind auch unsere Gruppen kulturell gemischt.
Wir bieten den Eltern verschiedene Varianten zur Betreuung Ihres Kindes an:
In der Gruppenform I: kein Angebot
In der Gruppenform II: 12 Plätze / 45 Stunden
0 – 3 Jahre 12 Plätze / 35 Stunden
In der Gruppenform III: 5 Plätze / 25 Stunden
3 – 6 Jahre 45 Plätze / 35 Stunden
30 Plätze / 45 Stunden

1.6 Öffnungszeiten
Montag – Freitag von 7.30 bis 16.30 Uhr.
Um einen geregelten Tagesablauf zu gewährleisten, sollen die Kinder am Vormittag bis spätestens 9.00 Uhr in die Kinder-Oase gebracht worden sein.
In der Zeit von 11.30 – 12.00 Uhr bekommen die Kinder der kleinen Oase und in der Zeit von 12.30 – 13.00 Uhr bekommen die Kinder der großen Oase eine warme Mahlzeit. Wir bemühen uns, den Kindern in dieser Zeit die nötige Ruhe zuteil werden lassen.
Am Nachmittag können die Kinder in der Zeit von 14:00 – 14:30 Uhr und von 15:45 – 16:30 Uhr abgeholt werden. Andrer Abholzeiten können vereinbart werden.
Unsere Schließungstage im KiTa Jahr beschränken sich auf 20 – 23 Tage.
In den Sommerferien haben wir eine drei wöchige Schließungszeit. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist die KiTa ebenfalls geschlossen. Außerdem kommen ein bis zwei Tage pro Jahr hinzu, an denen die KiTa wegen betrieblicher Belange geschlossen bleibt. Während der Schleißungstage steht den Familien im Notfall immer eine andere KiTa in der Pfarrei zur Notfallbetreuung zur Verfügung.

1.7 Aufnahmekriterien
In unserer Kinder-Oase sind folgende Aufnahmekriterien festgelegt:
Es können nur so viele Plätze neu belegt werden, wie Kinder aus der Einrichtung in die Schule entlassen werden, bzw. wie uns die Belegung durch das Jugendamt der Stadt Bochum genehmigt wird.
Alle christlichen Kinder werden bevorzugt aufgenommen.
Die verbleibenden Plätze werden nach Anmeldedatum und folgenden Kriterien vergeben:
Um die Integration nicht deutsch-sprachiger Kinder zu gewährleisten, sollte der Anteil dieser Kinder 1/3 der Gruppe nicht übersteigen.
Bei der Aufnahme achten wir darauf, dass in den Gruppen ein Gleichgewicht zwischen Mädchen und Jungen der entsprechenden Altersstufen besteht.